ABC der Jagdkultur
Die gegenwärtige deutsche Jagdkultur in Schlagworten

Herausgeber: Forum lebendige Jagdkultur mit den Herren  Dr. Rolf Baldus, Gert G. von Harling, Franz Henninghaus, Frank Pohlmann, Jobst Schmidt und Dieter Stahmann.

 128 Seiten mit mehreren farbigen Abbildungen und einigen Tabellen. Broschiert. 2014.e1. Auflage Verlag: Nordwest Media Verlag Grevesmühlen..  ISBN 978-3-937431-92-5. Preis € 12.-

 Das Forum „Lebendige Jagdkultur“ hat im Jahr 2012 den Stiftungspreis der Stiftung „Wald, Wild und Flur in Europa“ der Landesgruppe Deutschland des Ordens Der Silberne Bruch

erhalten. Mit diesen Mitteln erfolgten Vorbereitung und Drucklegung des vorliegenden Büchleins. Ganz im Sinn des Stifters beschäftigt sich das Forum mit einem wesentlichen Aspekt der Jagd, nämlich ihrer kulturellen Bedeutung. Das vorliegende Buch versucht, in Schlagworten diese  Bedeutung der allzu oft vernachlässigten Leistungen der Jagd für und im Sinne der Kultur zu würdigen. Dies erfolgt, wie im Untertitel angedeutet, in Schlag-bzw. Stichworten, also kurz und prägnant und meist in alphabetischer Reihenfolge gefasst. Die umfangreiche Bearbeitung  und Deutlichmachung der Jagd und ihrer Kulturleistungen geht natürlich weit über die Absicht dieses Büchleins hinaus. Dennoch wird hier bereits deutlich gemacht, wie vielfältig die Jagdkultur ist – und wie wenig sich auch viele Jäger heute noch dieser Tatsache bewußt sind. Nachdem zunächst einmal erklärt wird, was zur Jagdkultur gehört, wird in weiteren Kapiteln über das lebendige Brauchtum, über Mythen und Legenden um die Jagd, über Sprichwörter und Redensarten, die Kultur rund um die Jagdwaffen, über einen „Knigge für Jäger“ und über Jäger, Dichter und Künstler geschrieben. Alleine schon der Titel des Kapitels „Muss der Elefant auf der rechten Seite liegen? provoziert zum Nachdenken über manche Auswüchse des jagdlichen Brauchtums (eigentlich ist das dann kein Brauchtum mehr, sondern schlicht fehl am Platz), denn echtes jagdliches Brauchtum hat seinen Platz, ist aus der uralten Geschichte der Jagd erklärbar und ist, wie in einem der obigen Kapitel beschrieben wird, lebendig und deshalb auch wandlungsfähig und darf nicht mit „alten Zöpfen“ verwechselt werden und es ist an bestimmte Gegenden gebunden. Was hier echtes Brauchtum ist, ist anderswo fehl am Platz. Wenn heute viele, leider auch Jäger, über jene lachen, denen Jagdkultur am Herzen liegt, und Jäger als ewig gestrige Traditionalisten beschreiben, dann kann man ihnen nur mit dem Zitat von Thomas Morus antworten: „Tradition ist nicht das Halten  der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“.

In diesem Sinn lebt die Jagdkultur und sie kurz und prägnant zu schildern, meistert dieses Büchlein in bester Weise.                              Klaus Büttner

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