Ulrich Hampicke
„Kulturlandschaft und Naturschutz“

337 Seiten, Abbildungen, Tabellen und Farbfotos, ISBN 978-3-8348-1276-6, Springer Spektrum Verlag, Preis 34,95€

Zwei Themen werden über die Jagd in Mitteleuropa und besonders in Deutschland künftig entscheiden: Erstens die aktuellen Bestrebungen seitens Bündnis90/Die Grünen und von Umwelt- und Naturschutzverbänden ein seit Jahrzehnten bewährtes und fortwährend überarbeitetes Jagdrecht zuerst auf Länderebene, dann bundesweit zu „ökologisieren“, sprich, die eigene Ideologie umzusetzen und zweitens die zunehmende Zersiedelung und stoffliche Belastung unserer kulturlandschaftlichen Vielfalt, einschließlich eines dramatischen Artenrückgangs, der umso grotesker erscheint, je mehr der Rückkehr opportunistischer Prädatoren, wie des Wolfes, gehuldigt wird. Beides sind Themen, die den Orden im Innersten berühren und zugleich herausfordern.

Zum zweiten Thema hat der Greifswalder Ordinarius ein umfassendes und beredt geschriebenes Buch voll Herzblut vorgelegt. Der Autor führt den Leser über die Entstehung der mitteleuropäischen Kulturlandschaften in ihrer vielgestaltigen Lebensraumfülle als zentrale Grundlage der bis zuletzt bestehenden Artenvielfalt bis hin zu einer agrarischen Produktionszielen unterworfenen Nutzlandschaft. Zentrale Fragen werden behandelt wie die ökonomische Bewertung von Naturschutzelementen oder  Anforderungen an eine zukunftweisende Naturschutzpolitik angesichts aktueller Fragen wie Maßnahmen gegen den gegenwärtigen Artenverlust oder Landwirtschaft und Naturschutz in ökonomischer Bewertung, oder dem Konkurrenzkampf um freie, unversiegelte Fläche.

Das Buch richtet sich an Entscheidungsträger in Agrarpolitik und Landschaftsplanung, Behörden, Naturschutzkörperschaften, Lehrende, Lernende und Forschende – und damit an Ordensbrüder! Das Buch empfiehlt sich der dringenden Lektüre. Die eigene vertiefte Einsicht und die Vertiefung bisheriger Erkenntnisse sind die unausweichliche Folge.

Georg Eckel 

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