Landeskonvent findet auf Schloss Berleburg statt

sz – Vom 5. bis 7. Mai hat der Landesobmann Dr. Harald Kilias die Mitglieder und Gäste der Landesgruppe Deutschland des übernationalen weltlichen Jägerordens „Der Silberne Bruch“ zu seiner Jahresversammlung (Landeskonvent) in das Rothaargebirge nach Bad Berleburg eingeladen. Der Untertitel der Vereinigung („Orden zum Schutz von Wald, Wild und Flur und zur Förderung von weidgerechtem Jagen“) umreißt die Zielsetzung und das Programm dieser im Jahre 1955 durch Forstleute, Jäger, Landwirte und andere der Natur verbundene Männer gegründeten Gemeinschaft. Der Orden existiert heutzutage mit circa 400 Ordensbrüdern in Landesgruppen in Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich und Liechtenstein. Tagungsstätte für den Konvent am Samstag, 6. Mai, ist das Schloss Berleburg. Durch die Wittgenstein-Berleburg‘sche Rentkammer wird der Konvent in Vorträgen und auf einer Exkursion über die forstliche und jagdliche Bewirtschaftung der Waldflächen des Forstbetriebs informiert. Das Spannungsfeld von modernem Waldbau und Naturschutz steht dabei im Vordergrund. Der Einsatz von Berufsjägern und das Konzept von Wildruhezonen werden betrachtet. Im Vorprogramm ist ein Besuch der Wisent-Wildnis vorgesehen.

Erhaltung von weid- und tierschutzgerechtem Jagen

Die „Stiftung Wald, Wild und Flur in Europa“ der Landesgruppe Deutschland fördert unter anderem weidgerechtes Jagen als wesentlichen Bestandteil europäischer Jagdkultur. Die Stiftung wird auf dem Konvent den Stiftungspreis 2017 und die Antaiosmedaille an den Bundesverband Deutscher Berufsjäger (BDB) vergeben. Der BDB ist die Standesorganisation der circa 1000 in Deutschland tätigen Berufsjägerinnen und Berufsjäger. Er stellt sich erfolgreich den Herausforderungen durch sich die wandelnden Einstellungen der Gesellschaft zur Jagd und die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen für die Jägerschaft. Er setzt sich intensiv für die Erhaltung von weid- und tierschutzgerechtem Jagen und für die Pflege der bürgerlichen Jagdkultur ein. Die Auszeichnung des Verbands mit dem Stiftungspreis erfolgt für Verdienste des Bundesverbands um die Förderung zukunftsweisender Initiativen bei der Ausbildung und des Einsatzes von Berufsjägern zur jagdbezirksübergreifenden Beratung bei der Jagdverwaltung, dem Bejagungsmanagement und der Hege. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 5000 Euro verbunden.

Auch die Wisent-Wildnis Wittgenstein wird gefördert

Die Antaiosmedaille symbolisiert in Anlehnung an die griechische Mythologie die Mahnung an die Menschheit, die Verbindung zur Natur nicht zu verlieren, um auch künftig bestehen zu können. In diesem Sinne wirkt der BDB seit seiner Gründung im Jahr 1919 und Neugründung im Jahre 1982 vorbildlich. Der BDB ist der 18. Preisträger der 1991 von der Landesgruppe Deutschland gegründeten gemeinnützigen Stiftung. Die Stiftung hat bisher für Preisvergaben und Zuwendungen für Projekte mehr als 155.000 Euro ausschütten können. Die Stiftung wird in diesem Jahr auch das Projekt Wisent-Wildnis Wittgenstein erneut fördern. Der Konvent im Foyer von Schloss Bad Berleburg beginnt um 9.45 Uhr mit der Eröffnung und den Grußworten der Gäste, die Verleihung des Stiftungspreises und der Antaiosmedaille an den Bundesverband Deutscher Berufsjäger ist um 12 Uhr.

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